Tischtennisball

Der Tischtennisball

Neben Tischtennisplatte- und Schläger gehört zu den wichtigsten Utensilien auch der Tischtennisball. Wenn man sich einen Tischtennisball vorstellt, denkt man unkompliziert an einen einfachen, leichten, weißen Ball. Doch ganz so einfach ist das nicht. Auch bei Tischtennisbällen gibt es große Unterschiede. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Tischtennisbällen. Die klassischen Zelluloidbälle und die Plastikbälle. Beide sind innen hohl und sehr leicht.

Welche Qualitätskriterien gibt es?

Bestimmt hast Du Dir schon einmal einen Tischtennisball angeschaut. Auf so gut wie jedem Ball findest Du die Marke des Herstellers und Sterne. Die Sterne zeigen an, von welcher Qualität der Ball ist. Ein Stern steht hierbei für schwache Qualität, zwei Sterne für Mittlere, und drei Sterne für eine sehr Gute.

Joola Tischtennisball

Die Qualität drückt sich aus durch:

  • Rundheit
  • Haltbarkeit
  • Härte
  • Ballabsprung

Für Hobbyspieler ist es empfehlenswert keine teuren, qualitativ hochwertigen 3-Sterne-Bälle zu kaufen. Der Verschleiß ist vor allem anfangs hoch und es wäre ja Schade um die zusätzlichen Kosten, die bessere Bälle verursachen. Unsere Empfehlung ist klar als Freizeitsportler mit 1 oder 2-Sterne Bällen zu spielen. Die Unterschiede zu den Profi-Bällen sind klein und werden somit fast nicht wahrgenommen. Wenn Du allerdings Bälle suchst, die bei Turnieren bespielt werden sollen, dann liegt die Empfehlung klar auf den 3-Sterne-Bällen. Diese entsprechen dem internationalen Turniermaß und sind von der ITTF zugelassen.

Die Plastikbälle:

Zukünftiges Material der Tischtennisbälle ist mit Sicherheit das Plastik. Die durchschnittliche Größe beläuft sich auf 40,1mm. Unterschiede zum Zelluloidball sind in erster Linie:

  • Der Klang, beim Auftreffen auf die Tischtennisplatte
  • Der Ballabsprung ist höher und anders
  • Rotation wird schlechter angenommen und ist schwerer einzuschätzen
  • Es ist mehr Kraftaufwand nötig, um den Ball zu beschleunigen
  • Sie sind sehr hart und springen gleichmäßiger ab

 

Nun etwas zu den klassischen Zelluloidbällen:

Die Größe eines Balles, der auf Turnieren gespielt wird, musste zwischen 39,5mm und 40,5mm liegen. Durchschnittlich kommen sie damit auf eine Größe von 39,6mm. Ab der Saison 2016/17 wurde der Zelluloidball abgesetzt. 89 Jahre lang wurde er auf Turnieren jeder Ebene genutzt.

Zelluloid Tischtennisball

Der Grund für eine Änderung ist, dass das Material, also Zelluloid, sehr leicht entzündlich ist. Viele Brände und Explosionen sind in den letzten Jahren bei der Produktion der Bälle aufgetreten. Beispielsweise explodierten 2001 in Hongkong eine halbe Millionen Tischtennisbälle, die in einem Container gelagert waren. Für den Transport in Deutschland müssen sie speziell verpackt werden. Trotzdem weigern sich einige Paketdienste, wie DHL, die kleinen Bälle überhaupt zu befördern.

Der Ersatz für den Zelluloidball stellt der Plastikball dar. Selbstverständlich ist eine derartige Umstellung sehr aufwendig und stellt sowohl für die Profis, als auch für die Hobbyspieler eine große Hürde dar. Wenn Du ein Anfänger im Tischtennis  bist, dann ist das Beste für Dich direkt mit den Plastikbällen zu starten. Erfahrene Spieler müssen sich so schnell wie möglich anpassen und an den Typ von Ball gewöhnen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In diesem Video wird das erste Training eines Profis mit den neuen Plastikbällen gezeigt.